Interner Bereich
Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Freiburg
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein

Gemeinschaftlich die Herausforderungen meistern...

Innungsversammlung am 07. April 2017


Aus der Versammlung heraus
Gespräch unter Kollegen
TIW Thomas Sunderer
v.l. Jochen Oefinger und Lutz Bechle
v.l. Werner Rottler, unser neuer Altmeister Roland Schlosser und Bruno Winterhalder
Wortmeldung Johannes Dold
Wortmeldung Markus Schmidt

Obermeister Werner Rottler eröffnete die Innungsversammlung und konnte wieder eine große Zahl unserer Mitgliedsbetriebe begrüßen.

 

Ein herzlicher Willkommensgruß galt dem Präsidenten des Landesinnungsverbandes Stefan Eisele, den anwesenden Ehrenmeistern, den Altmeistern, unserer Kollegin sowie allen Kollegen und den anwesenden Gästen. Begrüßen konnte er auch die Obermeister der Nachbarinnungen Jürgen Braun aus Karlsruhe und Walter Baum aus Stuttgart. Er freute sich, dass aus der Schweiz Ehrenpräsident Andreas Winter anwesend war, begleitet wurde er vom Kollegen Valentin Regli, Mitglied im Vorstand des Aargauischen Kaminfegermeisterverbandes.

 

Gedenken an die Verstorbenen

Seit der letzten Innungsversammlung mussten wir uns von unserem aktiven Mitglied
Markus Fischer verabschieden, der im Alter von erst 52 Jahre verstorben ist.

Die Mitglieder erhoben sich zum ehrenden Gedenken von ihren Plätzen.

 

Ehrungen

Bei diesem Tagesordnungspunkt durfte Obermeister Rottler unseren neuen Altmeister Roland Schlosser zum Ruhestand beglückwünschen. Er wünschte Ihm für die Zukunft alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen.

 

Seit der letzten Innungsversammlung wurden in unserer Innung fünf bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger neu bestellt. Es sind dies die Kollegen Jochen Scheller (Lörrach Nr. 09), Andreas Schumann (Waldshut Nr. 03), Elmar Kölz (Breisgau-Hochschwarzwald Nr. 16), Josef Rombach (Waldshut Nr. 06) und Benjamin Illenberger (Lörrach Nr. 05).

 

Obermeister Rottler freute sich sehr, dass diese fünf Bezirke mit neuen Bezirksmeistern besetzt werden konnten und überreichte den neubestellten Kollegen ein Begrüßungsgeschenk. Jetzt beginnt ein besonderer beruflicher Lebensabschnitt, sich jederzeit in den Dienst für die Bürgerinnen und Bürger im Interesse der Betriebs- und / oder Brandsicherheit zu stellen. Eine ganz besondere Aufgabe. Er bot Ihnen jederzeit den Rat und die Unterstützung bei den anstehenden Aufgaben an. Gemeinschaftlich ist es wesentlich einfacher die Herausforderungen zu meistern.

 

Geschäftsbericht des Obermeisters

Bei der Übergabe von Kehrbezirksdaten ist dringend geboten, dass dem Nachfolger wie es das Schornsteinfegerhandwerksgesetz auch gesetzlich vorsieht, sämtliche Unterlagen vollumfänglich sofort zu übergeben sind. Dabei ist absolut keine Kostennote in Rechnung zustellen. Er hat eindringlich an ein kollegiales und faires Verhalten von allen Berufskollegen eingefordert.

 

Bei der Besetzung von Kehrbezirken ist ebenfalls dringend geboten, dass das Schornsteinfegerhandwerk, die gesamten Berufskollegen sich dafür einsetzen, dass alle Kehrbezirke besetzt werden. Wir müssen dafür eintreten dass flächendeckend alle Schornsteinfegerarbeiten hoheitlich wie nicht hoheitlich fristgerecht durchgeführt werden. Es muss dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger auch im Jahresverlauf zeitlich möglich sein, seine Aufgaben erledigen zu können. Hierbei ist die Kehrbezirksgröße zukünftig zu beleuchten und gegebenenfalls eine Veränderung beim Gesetzgeber einzufordern. Dabei gilt es auch die Kostennote für die hoheitlichen Schornsteinfegerarbeiten unter die Lupe zu nehmen. Die Gebühren für hoheitliche Schornsteinfegerarbeiten sind seit 2013 nicht mehr angepasst worden.

 

Die Schornsteinfegerinnung wird im Verlauf des Jahres zum Thema Feuerstättenbescheide  eine softwareorientierte Schulung anbieten. An dieser Stelle bietet Obermeister Rottler erneut an, bei Unstimmigkeiten bzw. Unklarheiten schon frühzeitig die Hilfe und Beratung der Innung zu suchen.

 

Interessant ist die Entwicklung bei der Vergabe von nicht hoheitlichen Schornsteinfegerarbeiten durch die Wohnungsbaugesellschaften. Diese haben zwischenzeitlich wieder ein besonderes Interesse die Schornsteinfegerarbeiten wieder aus einer Hand durchführen zu lassen. Hierbei wird auch bestätigt, was wir bei der Marktöffnung auch signalisiert haben, dass auch zukünftig alles aus einer Hand für alle beteiligten am besten ist.

Wir müssen uns auch zukünftig für unsere erfolgreiche Betriebsstruktur einsetzen, im Kleinstbetrieb kann am erfolgreichsten die Betriebs- und / oder Brandsicherheit sichergestellt werden. Dabei ist das Vertrauen und der persönliche Kontakt zum Betreiber und Eigentümer ein besonderer Faktor. Auch unser erfolgreiches Qualitätsmanagement zeigt hierbei seinen Erfolg.

 

Die Mitarbeiter sollen zum Thema Abgaswegeüberprüfung geschult werden.

Da es immer wieder bei raumluftabhängigen Feuerungsanlagen zu Kohlenmonoxid-Unfällen gekommen ist ergeht die Bitte an die Mitgliedsbetriebe, die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen erneut zu sensibilisieren, dass der Luftverbund bei jeder Abgaswegeüberprüfung zu überprüfen ist. Es können sich jederzeit im Gebäude Veränderungen (z.B. dichtere Fenster, Einbau von Ventilatoren, Verschluss von Öffnungen ins Freie etc.) ergeben.

 

Obermeister Rottler regt ebenfalls an, die bestehenden Versicherungen für den Betrieb (z.B. Haftpflicht, Rechtschutz) auch die Altersvorsorge immer wieder einer Prüfung zu unterziehen.

 

Obermeister Rottler bittet die Betriebe, sich mit ihren Mitarbeitern über die Möglichkeiten bei der betrieblichen Pensionskasse (PKS) zu unterhalten. Derzeit sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter monatlich tarifvertraglich mit 127,00 EUR pflichtversichert. Dies ist ein wesentlicher Baustein für die Altersvorsorge. Jeder Mitarbeiter muss angemeldet werden. Durch Lohnumwandlung kann dieser Betrag monatlich verdoppelt werden. Der monatliche Nettoverdienst verringert sich dabei nur verhältnismäßig.

 

Zum anstehenden ZIV Tag in Frankfurt lädt der Obermeister die Anwesenden ein, dieser findet in der Zeit vom 27.06. – 30.06.2017 statt. Die politischen und fachlichen Vorträge sind interessant zu hören und die Fach-Ausstellung ist immer hochaktuell und gut sortiert.

 

Obermeister Rottler beendet seinen Bericht und richtet sein Schlusswort an die Mitglieder und hofft auf ein weiterhin sehr gutes, offenes und faires Miteinander. Er bedankt sich bei seinem Vorstand mit dem eine höchstvertrauensvolle Zusammenarbeit stattfindet. Er wünscht allen ein gutes Gelingen für das Schornsteinfegerhandwerk.

 

Geschäftsbericht des Technischen Innungswartes

In seinem Geschäftsbericht ging TIW Thomas Sunderer auf die aktuellen technischen Veränderungen und Neuerungen ein. Er machte Ausführungen zu Baurecht, 1. BImSchV, Erneuerbare Wärme-Gesetz Baden-Württemberg (EWärmeG), Europäische ErP-Richtlinie und Ökodesign Richtlinie, Energieberatung und Förderprogramme. Weiterhin berichtete er aus der Technischen Prüfstelle Süd e.V. von der Herbst-Überprüfung und den ID-Nummern, die vergeben werden. Die Technische Sammelmappe wurde aktualisiert und es kann im Herbst 2017 mit einer Ergänzungslieferung gerechnet werden. Es wurden die Arbeitsblätter behandelt sowie die Arbeitshilfen, das Thema Statistik und die Erfassung der Feuerstätten bedurften ebenfalls einer Bewertung. Zum Schluss wurden den Mitgliedern noch Produktneuheiten mitgeteilt.

Gerne steht auch unser Technischer Innungswart Thomas Sunderer weiterhin mit seinem Wissen unseren Mitgliedsbetrieben jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

 

Geschäftsbericht des Lehrlings- und Berufsbildungswart

Wichtiges Thema ist nach wie vor, Auszubildende für unser Handwerk zu gewinnen. Von den ausgebildeten Schornsteinfegern absolvieren ca. 40 % im Anschluss die Meisterprüfung. Und diese Zahl brauchen wir mehr als dringend. Obermeister Rottler hatte in seinem Bericht angesprochen, dass die erste große Rentenwelle mit den Kollegen losgetreten werden wird, die zwischen 1985 und 1988 bestellt wurden. Wir müssen ausbilden, ausbilden, ausbilden……so seine Worte.

 

Derzeit bilden 21 % unserer Betriebe aus, das ist deutlich zu wenig.

 

Positiv konnte Martin Kasper von der Erhöhung der Ausbildungsvergütung berichten. Er empfiehlt ebenfalls, dass auch die bestehenden Verträge angepasst werden.

 

Für die Internats-Unterbringung wurden die Zuschüsse ebenfalls erhöht.

 

Er erinnert die Mitgliedsbetriebe an die Zahlung an die PKS für die Auszubildenden, somit beginnt die Mitgliedschaft in der Versorgungsanstalt schon ganz früh.

 

An den beiden Eignungstests in 2016 nahmen 57 junge Menschen teil.

 

Bei der Gesellenprüfung haben 81 % der Teilnehmer bestanden, das bedeutet dem Handwerk stehen 39 ausgebildete Mitarbeiter neu zur Verfügung. Er gratulierte den Junggesellen, die erfolgreich ihre Ausbildung beendet haben.

 

Die Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter beginnen ab 08.05.2017 und werden in der Gewerbeakademie Freiburg durchgeführt.

 

Martin Kasper weist die Kollegen darauf hin, dass es bei der Berufsgenossenschaft immer wieder Leistungen (z.B. zum Fahrsicherheitstraining, zu Arbeitsgeräte) gibt die entweder kostenfrei in Anspruch genommen werden können oder bezuschusst werden.

 

Die Schornsteinfegerinnung nimmt auch dieses Jahr an Informations- und Berufsbildungsmessen teil. Als nächste Veranstaltung wird die BIM in Offenburg genannt und am
1. Juni findet die Jobstartbörse auf dem Messegelände in Freiburg statt.

 

Geschäftsbericht des QM/UM Beauftragten

QM/UM-Beauftragte Peter Schmidt begrüßte die anwesenden Kollegen und begann mit seinen Ausführungen zu den durchgeführten Audits. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 18 Gruppenaudits durchgeführt, dabei wurden 61 Betriebe auditiert. Zu diesen Gruppenaudits werden auch immer die neubestellten Kollegen als Gastteilnehmer eingeladen. Die jungen Kollegen sind dankbar für die Hinweise und Hilfestellungen, die sie bei diesen Audits erfahren.

 

Die Audits werden nach der vorgegebenen Ablaufbeschreibung durchgeführt, die im Managementhandbuch hinterlegt ist.

 

Peter Schmidt lobt die Mitgliedsbetriebe. Alle drei Auditoren bestätigen, dass die Audits in einem kollegialen und angenehmen Rahmen durchgeführt werden. Es ist für die Auditoren sehr wichtig, dass es ein gutes Miteinander auf der Basis eines Gruppengespräches ist.

 

Peter Schmidt bedankt sich bei seinen Mitauditoren, bei dem Vorstand und der größte Dank geht an die Mitgliedsbetriebe, deren Mitarbeit und Loyalität lobenswert ist.

 

Bericht des Kassiers

Klaus Gerlach, begrüßte die Kollegen und ging gleich zu seinem Kassenbericht über.

Die ordnungsgemäße Kassenführung wurde von Kassenprüfer Uwe Fröhlin bestätigt und die gesamte Versammlung erteilte dem Vorstand einstimmige Entlastung.

 

Bericht zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Von vielfältigen Aktivitäten, die sie mit Hilfe der Mitgliedsbetriebe erfolgreich betreuen konnte, berichtete Frau Luzia Müller. Wirklich sehenswert waren nochmals die Beiträge der ARD „Plusminus“ und des SWR „Falle Kohlenmonoxid". Frau Müller bedankte sich zum Schluss ihrer Ausführung sehr herzlich für die angenehme Zusammenarbeit mit den Innungsmitgliedern.

 

Aktuellreferat des Präsidenten Stefan Eisele

Präsident Stefan Eisele berichtete in seinem Aktuellreferat über viele Punkte, die das Schornsteinfegerhandwerk betreffen. Der Inhalt des Aktuellreferates wird nach Durchführung aller Innungsversammlungen in Baden-Württemberg in der Fachzeitung veröffentlicht werden.

 

Am Ende der Innungsversammlung bedankte sich Obermeister Werner Rottler bei den anwesenden Kollegen und wünschte allen Kollegen einen guten Nachhauseweg, frohe Ostern und ein gesundes Wiedersehen spätestens zur Herbstinnungsversammlung im November 2017.

 

Schornsteinfegerinnung Freiburg

 

 

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