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Die Hoffnung erhalten...

Außenminister Steinmeier beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammern in Singen


 „Wer in diesen Zeiten den Außenminister einlädt, muss die gute Laune selbst mitbringen“, hatte der prominente Redner sein Publikum gewarnt. Nicht umsonst hieß sein Vortrag „Die Welt aus den Fugen“. Frank Walter Steinmeier war Gast beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Handwerkskammer Konstanz und der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee und gab den rund 1.200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Singener Stadthalle einen Einblick in „deutsche Außenpolitik in stürmischen Zeiten“.


Gemeinsam ist alles zu schaffen... v.l. Franz Madl, Markus Schmidt, Christof Auer, Florian Karl, Werner Rottler

Warum es das Thema der Stunde ist, lag auf der Hand: Die weltweit angespannte Lage stelle nicht nur zahlreiche exportstarke Unternehmen in einer „dynamischen, weltoffenen Region“, so Steinmeier, vor große Herausforderungen. „Die Krisen des mittleren Ostens sind bei uns angekommen – in unseren Schulen, Turnhallen und Unternehmen“, sagte der Außenminister. Die Flüchtlingskrise habe eine Dimension erreicht, „die wir uns alle nicht vorstellen konnten.“

Keine einfachen Antworten

Steinmeier, der zuvor in Tengen mit Flüchtlingen und Helfern gesprochen hatte, lobte das große gesellschaftliche Engagement. Auch der Einsatz der Wirtschaftskammern, die mit „Kümmerern“ die Integration von Flüchtlingen in Arbeit unterstützen wollen, sei vorbildlich. Dennoch sei klar: „Die Zahlen müssen runter.“ Doch gerade hier warnte Deutschlands oberster Diplomat vor überzogenen Erwartungen und vermeintlich einfachen Lösungen: „Das eine Rezept gibt es nicht.“ Man müsse nicht nur die Symptome angehen und durch nationale Gesetzgebung wie durch verstärkte Zusammenarbeit auf europäischer Ebene den Zustrom eingrenzen, sondern auch näher an die Wurzeln, die Fluchtursachen, heran. „Wir müssen die Hoffnung bei den Menschen erhalten und ihnen Gründe geben, in der Region zu bleiben“, so Steinmeier.

Massive humanitäre Hilfe in Syrien und seinen Nachbarländern sei dabei genauso unabdingbar wie der Versuch, durch schulische Angebote der „verlorenen Generation“, die während des nun bereits fünfjährigen Bürgerkriegs heranwachse, durch Bildung Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Auch auf Verhandlungsebene hofft Steinmeier im neuen Jahr auf Annäherungen. „Konzentration und Beharrlichkeit“ seien dazu erforderlich, ähnlich wie bei den zehnjährigen Atomverhandlungen mit dem Iran, die jetzt zum Erfolg geführt hatten. Im letzten Jahr sei man da für Syrien weiter gekommen, als gedacht. Nun allerdings drohten die neuerlichen Eskalationen im Nachbarschaftsverhältnis zwischen Saudi-Arabien und Iran diese Erfolge zu gefährden.

Regionale Wirtschaft zuversichtlich

Dass ein langer Atem nicht nur in der großen Politik, sondern auch bei den vielen kleinen Schritten vor Ort gefragt ist, machten auch die beiden Kammerpräsidenten klar: „Die Flüchtlinge werden unser Facharbeiterproblem kurzfristig nicht lösen“, sagte Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz im Podiumsgespräch mit IHK-Präsident Thomas Conrady und Moderatorin Martina Meisenberg. Im Handwerk gehe man davon aus, dass Ausbildungserfolge erst in vier bis sechs Jahren erreicht werden könnten. Dennoch sei man bereit, „pragmatisch zu helfen, wo es möglich ist“, so Reiner. Auch Conrady betonte die Bereitschaft der Unternehmen, gesellschaftliche Verantwortung mitzutragen.
Einig waren sich die Repräsentanten der regionalen Wirtschaft auch in ihrer Einschätzung der konjunkturellen Lage: Sowohl das Handwerk als auch Industrie und Handel erwarten demnach ein gutes Jahr 2016. „Wir sind Handwerker, wir können das einfach“, so Reiners Antwort auf die Frage nach dem Geheimnis des anhaltenden Erfolgs. Sorge bereite allein der in vielen Branchen fehlende Nachwuchs: „Das Handwerk bietet Zukunft!“, diese Botschaft rief Reiner deshalb vor allem den jüngeren Gästen des Empfangs zu. In Sachen Nachwuchswerbung wollte dann auch Conrady nicht nachstehen und selbst der Außenminister warb für die Chancen im diplomatischen Dienst. Und bei all dem, was beim diesjährigen Neujahrsempfang zur Sprache kam, wird es in allen drei Bereichen auch 2016 genug zu tun geben.

 

Text und Bilder: Handwerkskammer Konstanz, Oliver Hanser

 

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